Erntezeit bei Schule & Landwirtschaft

Wer im Moment durch die Gärten spaziert, sieht vielleicht aufgeregte Schulklassen mit Tragetaschen, aus denen das Gemüse quillt. Denn im Gewächshaus der Naturbildung ist jetzt Erntezeit. Petersilie, Ringelblumen, Rüebli und Kohlrabi sind in den Beeten des Programms «Schule & Landwirtschaft» gross geworden und werden nun von den Kindern geerntet.
Dahinter stecken viele Besuche und viel Arbeit: Ein halbes Jahr lang haben die Kinder selbst gesät, gehackt, gejätet und auch ganz schön geschwitzt. Jetzt sind sie richtig stolz und voller Freude über ihre reiche Ernte.
In den Kursen verarbeiten wir einen Teil der Ernte mit den Kindern und geniessen ihn gleich vor Ort, um ihnen das Gemüse auch geschmacklich näherzubringen. So können sie es daheim gleich nachkochen – mit den Rezepten, die wir ihnen mitgeben. Aus Kamille und Zitronenmelisse wird Eistee, aus Rüeblikraut Pesto, und auf der Pizza landet, was eben noch im Beet gewachsen ist. Und weil es ihre eigenen Pflanzen sind, probieren die Kinder oft auch Dinge, die ihnen sonst fremd wären: Brennnesselchips etwa oder geröstete Radieschen. Nicht, weil wir ihnen sagen, dass das gesund ist, sondern weil sie die Zutaten selbst gezogen, gesammelt oder geerntet haben.
Das ist der Kern der Naturbildung in den Merian Gärten: Wer selbst etwas erlebt, versteht mehr. Die Kinder übernehmen Verantwortung und erfahren, wie viel Aufmerksamkeit es braucht, bis aus einem Samenkorn etwas Essbares wird. Ganz nebenbei üben sie Geduld, Mut und Ausdauer. So bleibt von der Ernte mehr als nur das, was in der Tasche nach Hause geht.















