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Irisblüte: Bald geht es los!

Die ersten Hohen Bartiris öffnen bereits ihre Knospen. Doch bis die gesamte Sammlung in Blüte steht, dauert es aber noch ein paar Tage. Viele Knospen sind noch geschlossen und werden sich erst am Wochenende öffnen.

Unsere erste Einschätzung passt weiterhin: Wir erwarten den Beginn der die Hochblüte in der Auffahrtswoche. Wer die einzigartige Sammlung in ihrer ganzen Farbenpracht erleben möchte, plant den Besuch am besten in diesem Zeitraum oder kurz danach ein – die Iris blühen nur wenige Wochen im Jahr.

Auffällig sind in diesem Jahr die vielen «gewellten» Blütenstiele. Das liegt an den kalten Nächten vor einigen Wochen, die das Wachstum während der Entwicklungsphase gestört haben.

Die Zwerg-Iris und die mittelhohen Bartiris blühen schon seit einiger Zeit und zeigen sich weiterhin von ihrer schönsten Seite.

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Die ersten Iris blühen!

Die ersten Iris blühen! Darunter auch das ‘Findelkind’. Diese Sorte der mittelhohen Bartiris nutzen wir jedes Jahr um unseren Kalender einzustellen: Wenn sie blüht, dauert es noch zwei bis drei Wochen, bis die gesamte Iris-Sammlung in voller Blüte steht. Sollte das Wetter sonnig und relativ warm bleiben, erwarten wir den Beginn der Hauptblüte in der Woche von Auffahrt.

Schon jetzt lohnt sich ein Besuch. Nicht nur die mittelhohen, auch die Zwerg-Iris blühen. Sie sind nur 30 Zentimeter hoch, aber genauso farbenfroh wie ihre grossen Verwandten.

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Grosse Umpflanzaktion bei den Iris

Wir halten die Irissammlung fit, in dem wir sie umpflanzen. Dabei bleiben einige Rhizome übrig, die Liebhaber:innen kaufen können - ein Stück Gartenkultur für den eigenen Garten.

Bartiris bilden unterirdische Sprossachsen, die Rhizome. Diese breiten sich horizontal an der Bodenoberfläche aus. Jährlich gibt es Zuwachs, wobei die Iris immer nur aus den neuesten, äussersten Stücken Blätter und Blüten ausbilden. Die Mitte der Horste wird kahl und bildet keine Blüten mehr aus. Auch wachsen die Einzelpflanzen mit der Zeit so dicht zusammen, dass nicht mehr gut zu erkennen ist, welche Rhizome zu welcher Sorte gehören.

Deshalb graben wir alle fünf Jahre unsere Irispflanzen aus, kürzen die Rhizome und pflanzen sie neu ein. Diese Arbeit machen wir nicht auf einmal, sondern teilen sie über mehrere Jahre auf – jedes Jahr bearbeiten wir einen Teil der Sammlung.

Wie geht das?

David Klein, Zierpflanzengärtner:

«Wenn die Bartiris im Juni verblüht sind, beginnt der Zeitraum zum Umpflanzen. 
Wir graben zuerst die Rhizome vorsichtig aus. Ich mache das am liebsten mit einer Grabgabel. Wichtig ist, dass sämtliche Rhizome einer Pflanze erwischt werden. Auch die ganz kleinen, welche manchmal etwas tiefer liegen.  Dann nehmen wir sie auseinander und sortieren direkt aus – vitale Rhizome kommen in eine Box mit Sortenschild, kranke oder zu kleine Rhizome landen auf dem Kompost. Wichtig ist: Pro Sorte nur eine Kiste! Wir graben immer eine Sorte vollständig aus bevor wir mit der nächsten anfangen, um keine Verwechslung zu riskieren.

An der Putzstation schneiden wir das Laub mit einer scharfen Schere zurück und brechen die Rhizome an den dünnen Stellen auseinander. Jedes Stück muss Blätter und Wurzeln haben; dann sind sie bereit zum Einpflanzen. Pro Sorte pflanzen wir etwa 5 bis 6 Rhizome wieder ein, den Überschuss verkaufen wir.

Die Beete werden von Unkraut befreit und glatt gerecht. Obendrauf kommt eine Schicht Lavasand. Wir können die Iris in dasselbe Beet zurückpflanzen, da der Boden erst ein paar Jahre alt ist und ein Fruchtwechsel daher noch nicht nötig ist.

Diese Arbeit ist aufwendig und dauert mehrere Wochen. Das Zierpflanzenteam wird dabei von mehreren Freiwilligen unterstützt. Täglich arbeiten mindestens zwei Gärtner:innen an der Umpflanzung. Die Arbeit bedeutet lange Tage in Sonne und Hitze und man verbringt viel Zeit auf den Knien. Ganz schön anstrengend für den Körper! Es macht aber Freude zu sehen, wie aus den wenigen Rhizome dann schnell wieder grosse Pflanzen wachsen.»

Warum ist das wichtig?

Barbara Wüthrich, Kustodin:

«Mit circa 1500 Sorten ist die Irissammlung in den Merian Gärten eine der  bedeutendsten Sammlungen Europas. Sie ist dabei viel mehr als ein buntes Blütenspektakel – sie ist ein einzigartiges Kulturgut. Denn Zierpflanzensorten sind nicht «natürlich» entstanden, sondern Ergebnis jahrelanger, gezielter Zuchtbemühungen. Sie spiegeln auf besondere Weise die Geschichte der Hortikultur und die Modetrends ihrer jeweiligen Zeit. Das zeigt sich nicht nur in den teils fantasievollen Namen wie ‘Tequila Sunrise’  oder ‘Neon Rainbow’, beides typische Sorten aus den verspielten 1970er Jahren. Auch ihr Erscheinungsbild erzählt Geschichten: mal klein und zierlich, mal gerüscht und üppig, mal in gedeckten oder auffälligen Farben – jede Sorte steht für einen bestimmten Stil, der zur Entstehungszeit beliebt war. In der Sammlung finden sich zudem ganze Sortimente berühmter Züchter und einzelne Schlüsselsorten, die die Entwicklung der Iriszucht massgeblich geprägt haben.

Die Merian Gärten pflegen diese Sammlung mit dem Ziel, sie vollständig und langfristig zu erhalten. Viele der Sorten sind historisch bedeutsam und im Handel nicht mehr erhältlich. Deshalb gilt unsere Irissammlung als wichtige Referenzsammlung, in der ursprüngliche Exemplare zahlreicher Sorten bewahrt werden. Das Wissen um diese Sorten und ihre Geschichte teilen wir aktiv mit einem internationalen Netzwerk an Fachleuten und Gesellschaften, die sich für den Erhalt von Gartenkultur einsetzen. So stellen wir sicher, dass die Kulturleistung, die in diesen Pflanzen steckt, auch für zukünftige Generationen lebendig bleibt.

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IRIS-VERKAUF BEENDET

Alle Rhizome sind verkauft und die Aktion ist abgeschlossen. Bis zum nächsten Mal! 

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MAI

Was blüht?

Der Wonnemonat zeigt uns derzeit die kalte Schulter. Dennoch blüht es in den Gärten, wohin das Auge reicht. Besonders im Fokus steht aktuell die Irisblüte, die von vielen Besucherinnen und Besuchern mit Spannung erwartet wird. Dazu lässt sich sagen: Die Irissammlung ist derzeit am Aufblühen. Bis zum Höhepunkt der Blüte dürfte es jedoch noch bis Mitte Mai dauern – das kühle Wetter bremst die Entwicklung etwas aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Pfingstrosen: Die ersten Staudenpfingstrosen beginnen gerade, ihre Knospen zu öffnen.

Weitere Highlights im Mai:

  • Im Farbhügel neben dem Pächterhaus zeigen verschiedene Amsonien ihre zartblauen Blütensterne und der eher schattige Bereich wird durch die blühende Schneemarbel (Luzula nivea) aufgehellt. Verschiedene Arten und Sorten von Baptisia stehen am selben Ort in den Startlöchern. Bereits in voller Blüte ist Baptisia ‘Lemon Meringue’ im Beet zwischen Villa Merian und Mühle.
  • Wer Taglilien mag, sollte den Weg vom Eingang St. Jakob rechts nach oben nehmen. Einige der frühen Sorten und Arten wie Hemerocallis dumortieri oder H. ‘Reverend Traub’ stehen hier bereits in Blüte. Weitere sind am Aufgehen.
  • Ein botanisches Suchspiel für Neugierige: Wer findet den auffällig gefleckten Stängel der Drachenwurz (Dracunculus vulgaris)? Tipp: Sie versteckt sich im üppig grünen Beet nördlich der Gewächshäuser.
  • Ebenfalls neben den Gewächshäusern bringen der Spanische Ginster (Genista hispanica) und die Junkerlilie (Asphodeline lutea) etwas Sonnenschein ins trübe Wetter.
  • Bei den Kübelpflanzen zwischen Neue Scheune und Pavillon besonders sehenswert: Strophanthus speciosus
  • Zu guter Letzt ein Wort zum Rhododendrontal: Die Hauptblüte ist hier zwar vorbei, aber ein Spaziergang lohnt sich weiterhin.

Entdecken Sie selbst Ihre Highlights und teilen Sie Ihre Fotos auf Instagram mit dem Tag @merian.gaerten und #meriangärten! Und während der ESC-Woche haben wir den #irisvibesbasel - wir freuen uns über Selfies mit Lieblingsiris!

Ab Mitte Mai: Blütenspektakel in der Irissammlung
Ab Mitte Mai: Blütenspektakel in der Irissammlung
Die Pfingstrosen gehen auf
Die Pfingstrosen gehen auf
Prächtige Staudenbeete hier mit Junkerlilien
Prächtige Staudenbeete hier mit Junkerlilien
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Der Iris-Countdown beginnt!

Das ‘Findelkind’ blüht! Diese Sorte der mittelhohen Bartiris ist jedes Jahr unser Frühwarner: Wenn sie blüht, dauert es nur noch zwei bis drei Wochen, bis die gesamte Iris-Sammlung mit 1500 verschiedenen Bartiris in voller Blüte steht. Also schon mal im Kalender vormerken!

Schon jetzt eröffnen die Zwerg-Iris das Blütenspektakel - nur 30 Zentimeter hoch, und genauso farbenfroh wie ihre grossen Verwandten. Unser Tipp von Iris-Gärtner David Klein: die Sorte ‘Boo’, zierlich, mit weiss-blauen Blüten, ein echter Hingucker im Miniaturformat.

Mittelhohe Iris 'Findelkind'
Mittelhohe Iris 'Findelkind'
Die Zwergiris 'Boo'
Die Zwergiris 'Boo'
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APRIL

Was blüht?

Es grünt und blüht! Narzissen, verschiedene Fritillarien und andere Frühlingsblüher, sowie viele blühende Gehölze (z.B. Amelanchier lamarckii, Pyrus salicifolia), sind in den ganzen Gärten zu finden. Auch die ersten Rhodododendren blühen. Um Ostern herum sollten Sie im Rhododendrontal ein schönes Azaleen-Blütenmeer antreffen.

Folgende Ecken legen wir Ihnen besonders ans Herz:

  • In der Clematis-Sammlung blühen momentan die weisse Clematis armandii, sowie deren rosa Sorte ‘Apple Blossom’. Verschiedene Clematis der Montana- und Atragene-Gruppe stehen in den Startlöchern und könnten in den nächsten Tagen erblühen.
  • Die Iris nehmen es gemütlich. Lediglich Iris tuberosa und Iris lazica blühen bereits, sowie eine einzelne niedere Bartiris (Iris ‘Knick-Knack’). Sofern es nicht noch einmal eine längere Kältephase gibt, erwarten wir aber, dass an Ostern viele der Zwergiris (MDB und SDB Gruppe) ihre bunten Farben präsentieren. Die hohen und mittleren Bartiris im Feld brauchen noch etwas Zeit. Wir gehen davon aus, dass die Hauptblüte wie in den Vorjahren Mitte Mai beginnt.
  • Falls Sie durch den Nordgarten spazieren, wählen Sie unbedingt den kleinen Weg über den Eichenhügel vor den Gewächshäusern. Bleiben sie zwischen den vielen immergrünen Gehölzen stehen und nehmen sie einen tiefen Atemzug. Die letzten Blüten der Winter-Heckenkirsche (Lonicera x purpusii), sowie die gerade aufblühenden Duftblüten (Osmanthus x burkwoodii) erfreuen die Nase mindestens im selben Masse wie das Auge.
  • Ein weiteres Blüh- und Dufterlebnis bietet sich vor dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen. Hier erblühen gerade die Orangenblumen (Choisya dewitteana ‘White Dazzler’).
  • Bei der Villa Merian gibt es einige Sorten des Busch-Windröschens (Anemone nemorosa) und wer genau hinschaut, entdeckt die gelblichgrünen Blüten des Hundszahns (Erythronium 'Pagoda').

Natürlich gibt es noch viel mehr Zauberhaftes zu entdecken, aber das würde den Platz auf dieser Seite definitiv sprengen. Entdecken Sie selbst Ihre Highlights und teilen Sie Ihre Fotos auf Instagram mit dem Tag @merian.gaerten und #meriangärten!

Clematis armandii blüht schon, andere gehen bald auf
Clematis armandii blüht schon, andere gehen bald auf
An der Ostertagen wird es bunt im Rhododendrontal
An der Ostertagen wird es bunt im Rhododendrontal
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Kampfansage gegen die Ackerwinde

Diese Folie ist ein neuer Versuch, das Unkraut in der Irissammlung einzudämmen. Die Ackerwinde wächst hier nämlich so schnell, dass wir es kaum schaffen, sie weg zu jäten. Beim grossen Gartenumbau vor zwei Jahren haben wir sogar die Erde in den Beeten metertief ausgetauscht und eine unterirdische Unkrautsperre eingebaut - leider ohne den gewünschten Erfolg.

Jetzt testen wir vier verschiedene Ansätze nebeneinander: Einige Beete sind mit einer Folie aus Hanffasern abgedeckt. Darunter bekommt das Unkraut weniger Licht und kann nicht so gut wachsen. In anderen Beeten werden mit einem Abflammgerät aufkommende Pflänzchen erhitzt, so dass die Grünteile verdorren. In einem weiteren Abschnitt bedecken wir den Boden mit einer Schicht aus Mulch. Und viertens probieren wir aus, ob es hilft, den Boden nur zu hacken, statt zu jäten. Damit sind wir viel schneller und das Unkraut wird nach und nach geschwächt. Alle diese Methoden sind im biologischen Gartenbau zugelassen.

Die Versuche werden von unserem Team wissenschaftlich begleitet und sorgfältig dokumentiert. Am Ende der Sommersaison wird sich zeigen, welche Methoden am meisten Erfolg versprechen, so dass wir den Einsatz nächsten Frühling ausweiten können.

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Die Iris blühen!

Nun ist es endlich soweit: 1500 historische Bartirissorten machen ihre Knospen auf. Nach einer kleinen Wartepause wegen des kalten Wetters fehlen nur noch ein paar Sonnenstrahlen, um das Iris-Feld in einer Farbenexplosion aufgehen zu lassen - spätestens am Wochenende sollte nun die ganze Sammlung in Blüte stehen.

Wer das Spektakel nicht verpassen will sollte in nächster Zeit die Merian Gärten besuchen. Der Blüh-Höhepunkt unserer Sammlung dauert nur etwa zwei Wochen und ist wegen der grossen Anzahl Sorten (ca. 1500) auf kleinem Raum ein einmaliges Erlebnis.

Am Montag findet ausserdem die erste der drei öffentlichen Führungen in der Iris-Sammlung statt:

Montagsführung: Faszination Iris
Montag, 13. Mai, 18-19 Uhr

Weitere Termine: 21. und 23. Mai

Start beim Treffpunkt Neue Scheune.
Es ist keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Führung findet bei jedem Wetter draussen statt. Bitte achten Sie auf geeignete Kleidung und Schuhe für unebenen Naturboden

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Kleine Kältepause und neue Prognose

Erstmal Stopp. Durch das kalte Wetter haben die Iris eine Wachstumspause eingelegt. Wir wagen also eine neue Prognose für die grosse Irisblüte in den Merian Gärten:

Im Moment sieht es so aus, dass die Pflanzen, welche bereits Blütenknospen ausgebildet haben, dieses Wochenende aufblühen werden, denn es soll wieder wärmer und sonniger werden. Im Laufe der nächsten Woche werden sich dann vermutlich weitere Stängel ausbilden, die dann frühestens ab dem Wochenende vom 4. Mai zu blühen anfangen – zumindest, wenn das Wetter wärmer bleibt.

Also: nach und nach gehen die Blüten bei den Hohen Bartiris auf.  Bis alle 1500 Sorten in Blüte stehen, dauert es noch ein wenig. Wir bleiben dran!

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Der Iris-Countdown beginnt

Die Hohen Bartiris bekommen Knospen: an vielen Pflanzen sind bereits Blütenstände sichtbar. Durch das warme und feuchte Wetter entwickelt sich die Vegetation dieses Jahr früher als üblich. Ende dieser Woche werden die ersten Blüten aufgehen. Wir erwarten den Beginn der grossen Irisblüte bereits in knapp zwei Wochen. Daher wird die Woche vom 1. Mai wahrscheinlich ein guter Zeitpunkt für einen Besuch der Irissammlung sein.

Schon jetzt kommen Irisfreunde auf ihre Kosten, denn viele Iris blühen bereits: die Mittelhohen Bartiris öffnen die ersten Blüten. Die Zwergiris sind in voller Blüte und die vielen Wildiris begeistern mit ihren wunderschönen und ganz unterschiedlichen Blüten – zum Beispiel Iris reichenbachii, die nur 15 Zentimer hoch wird oder die filigrane Iris lactea.